So nutzt du den Frequenzgenerator in 4 Schritten
- Frequenz in Hertz (Hz) festlegen: Bewege den Schieberegler oder tippe den gewünschten Hertz-Wert ein. Für millimetergenaue Präzision nutzt du die Tasten für Feineinstellung (+1 Hz, +10 Hz, +100 Hz).
- Wellenform wählen: Wähle Sinus für einen absolut reinen Ton ohne Obertöne. Nutze Dreieck für weiche Klänge oder Rechteck und Sägezahn, um obertonreiche Spektren für Filter- und Lautsprecherbelastungstests zu erzeugen.
- Lautstärke und Stereo-Panorama regeln: Stelle eine angenehme, moderate Lautstärke ein. Nutze den Pan-Regler, um das Tonsignal gezielt nur auf die linke oder rechte Box zu leiten.
- Akustik-Presets per Klick laden: Wähle gängige Standardfrequenzen der Tontechnik mit einem Klick: 432 Hz, 440 Hz, 1.000 Hz oder den 165-Hz-Wasser-Ejektionston.
Das menschliche Hörspektrum im Überblick
Das menschliche Gehör nimmt Schwingungen zwischen 20 Hz und 20.000 Hz (20 kHz) wahr. Die folgende Übersicht zeigt die akustischen Frequenzbereiche und ihre Bedeutung:
| Frequenzbereich | Intervall (Hz) | Akustische Wirkung im Klangbild | Empfohlenes Testgerät |
|---|---|---|---|
| Subbass (Tiefstbass) | 20 Hz – 60 Hz | Spürbare Erschütterungen, Synthesizer-Subbässe (808) und Kinosound-Effekte. | Aktiver Subwoofer oder offene Studiokopfhörer. |
| Bass | 60 Hz – 250 Hz | Fundament von Bassgitarre, Kick-Drum und Grundtonwärme männlicher Stimmen. | Standlautsprecher oder Regallautsprecher ab 5-Zoll-Tieftöner. |
| Mitten (Midrange) | 250 Hz – 4.000 Hz | Hauptbereich für Sprachverständlichkeit, Gitarren, Snare-Drums und Klaviere. | Standard-Kopfhörer, Earbuds oder Laptop-Lautsprecher. |
| Höhen (Präsenz & Brillanz) | 4.000 Hz – 20.000 Hz | Schlagzeugbecken, Transienten, S-Laute und räumliche Luftigkeit der Aufnahme. | Kalottenhochtöner, Bändchenhochtöner oder In-Ear-Monitore (IEMs). |
432 Hz vs. 440 Hz Kammerton: Was steckt hinter dem Stimmungsstreit?
Im Jahr 1955 legte die Internationale Organisation für Normung (ISO 16) den internationalen Kammerton auf 440 Hz für den Ton A4 (a') fest. Dieser weltweite Standard stellt sicher, dass Orchester, Synthesizer und Musikinstrumente rund um den Globus harmonisch zusammenklingen.
Dennoch schwören zahlreiche Musiker und Akustikexperten auf die alternative Stimmung von 432 Hz (Verdi-Stimmung). Da sie auf mathematischen Verhältnissen beruht, empfinden viele Hörer diesen Grundton als wärmer, entspannender und natürlicher für den Gehörgang.
Wichtige Anwendungsbereiche für den Tongenerator
- Raummoden und Bassdröhnen aufspüren: Fahre Sinustöne langsam von 40 Hz bis 200 Hz ab. Wenn Schränke, Fenster oder bestimmte Zimmerecken stark dröhnen, hast du die Resonanzfrequenzen deines Raumes entdeckt.
- Schwingspulen- und Membrantest: Spiele einen tiefen 40-Hz-Sinuston ab. Hörst du Schleif-, Raschel- oder Kratzgeräusche, ist die Schwingspule des Tieftöners dezentriert oder beschädigt.
- Gain-Staging und Einpegeln von Verstärkern: Nutze einen 1.000-Hz-Sinuston bei 0 dBFS, um den Vorverstärkerpegel sauber einzustellen, bevor Verzerrungen (Clipping) auftreten.
- Persönlicher Hörtest der Obergrenze: Starte ab 12.000 Hz bei geringer Lautstärke und erhöhe die Frequenz schrittweise, um festzustellen, bis zu welcher Frequenz dein Ohr Töne noch wahrnimmt.